Donnerstag, 16. November 2017

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Heute Meeting mit der Textilgewerkschaft auf der regionalen Ebene. 



Der Empfang war schon mal außergewöhnlich. 



Steht mir gut wurde behauptet. 

Wir hatten eine Diskussion mit 30 Kolleginnen und Kollegen, mehrheitlich aus den Betrieben der größeren Region (Anreisedauer bis zu 16 Stunden Zugfahrt). Vertreten auch sehr viel Bekleidungsindustrie.

 Indien hat eine durch aus strenge Arbeitsgesetzgebung, wenn die jetzt doch aufgeweicht werden soll, aber die Praxis ist oft eine ganz andere. Der Überstundenzuschlag zum Beispiel beträgt 100 %. Es ist aber niemand bekannt, der ihn auch bekommt. Die Mindestlöhne werden nicht bezahlt, es gibt keine Freizeit bei Erkrankung von Kindern oder Elternteilen, die normale Arbeitszeit beträgt 48 Stunden pro Woche.

Gewerkschaften haben es schwer sich durchzusetzen, allerdings sind die lokalen Büros auch bescheidenst ausgestattet. Kein Wunder, bei den niedrigen Einkommen und den Gewerkschaftsbeitrag in Höhe von 0,001 %.



Über all das, die Praxis der Gewerkschaftsarbeit in Deutschland, und selbstverständlich auch über das Vorhaben und die Angebote von fairtrade, haben wir intensiv und mit hohe Disziplin diskutiert. Fortsetzung morgen. 



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